Vergiftungen und Hilfe
Vergiftungen und NotrufzentralenBei jeder plötzlich auftretenden Krankheit muss man an eine Vergiftung denken.Die typischen Anzeichen sind Würgen, Speicheln, Krämpfe und Erbrechen - bei dem häufigen Rattengift auch Blutungen aus allen Körperöffnungen.
Da es zuweilen um Minuten geht, wird vor gut gemeinten Erste-Hilfe-Maßnahmen wie dem Salzwasser, um Erbrechen auszulösen, und Kohletabletten gewarnt. Damit wird meistens nur wertvolle Zeit vergeudet und der Hund gequält. Du solltest mit dem Hund schnellstens zum Tierarzt gehen. Nimm dabei am besten Proben des eventuell Erbrochenen und Kotproben mit. Solltest Du keinen Tiearzt erreichen, ist es durchaus auch Lebensrettend eine der Giftnotrufzentralen zu alamieren
Vorsicht bei der öffentlichen Beschuldigung eines " bösen Nachbarn ", sicher wissen wir alle, dass diese sehr oft die Schuldigen sind, doch nur zu leicht kann man selbst wegen Verleumdung verklagt werden, denn eine verbrecherische Vergiftung ist schwer juristisch zu beweisen. Auf jeden Fall solltest du den Tierarzt bitten, den Vergiftungsverlauf medizinisch exakt zu dokumentieren.
Um eine absichtlicher Vergiftung zu vermeiden, beachte einfach diese grundlegenden Punkte:
-Schau immer, was Dein Hund in die Schnauze nimmt !
-Lass ihn nie etwas von der Strasse essen !
-Sollte er doch etwas genommen haben, achte genau auf ihn ! Verhält er sich anders ?
-Giftköder werden gerne in Sträuchern, an Bäumen und auf Wiesen verteilt !
-Als Köder werden meistens Wurst oder Essensreste verwendet !
-Von Fremden keine " Leckerchen " annehmen !
-Lass Deinen Hund nicht mehr alleine angeleint vor einem Geschäft zurück !
Auch Angelhaken oder Reisnägel findet man sehr oft in den Ködern ! Dann hilft meist nur eine Notoperation ! Man kann nicht mehr vorsichtig genug sein !
...aber auch wir selbst können zur unabsichtigen Vergiftung unseres Hundes beitragen denn...
Hunde, vorallem Jungtiere, knabbern gern an allerlei Gegenständen herum. Dazu gehören alles, was sie in einer Wohnung finden, auch Zimmerpflanzen. Wenn sie die Möglichkeit haben, nagen sie daran und graben auch im Blumentopf. Um dem vorzubeigen sollten die Teire regelmäßig die Gelegenheit erhalten, auf ihren Spaziergängen Gras als Verdauungshilfe aufzunehmen und kräftig zu buddeln. am besten stellt man die Pflanzen in der Wohnung an einen für den Hund unerreichbaren Platz, dann kommt er gar nicht erst auf "dumme Ideen". Außerdem sind einige der üblichen Zimmerpflanzen oder Schnittblumen für Hunde ausgesprochen giftig, dies sind u.a.
*Aaronstabgewächse : Kolbenfaden, Alokasie, Diffenbachia, Flamingoblume, Philodendron, *Monstera, Einblatt
*Amaryllisgewächse : Klivie, Blutblume, Ritterstern
*Hundsgiftgewächse : Wüstenrose, Goldtrompete, Dipladenie
*Liliengewächse : Ruhmeskrone, Zierspargel, Lilie
*Nachschattengewächse : Browalie, Brunfelsie, Zierpfeffer, Korallen- und Hammerstrauch
*Wolfsmilchgewächse : Katzenschwanz, Christusdorn, Wunderstrauch, Weihnachstern
*Balkon - und Kübelpflanzen : Engelstrompete, Heliotrop, Oleander, Palmfarn, Petunien, *Silberblatt, Sterjasmin
*Freilandpflanzen ( oft in Blumenssträußen ) : Buchsbaum, Christrose, Efeu, Eisenhut, Eibe, *Farne, Fingerhut, Ginster, Goldregen, Iris, Klematis, Maiglöckchen, Mistel, Narzissen, *Primeln, Schneeglöckchen, TulpenHier die wichtigsten NotrufnummernBerlin 0 30 / 302 30 22 Bonn 02 28 / 2 60 62 11 Braunschweig 05 30 / 68 80 Bremen 04 21 / 4 97 52 68 Freiburg 07 61 / 2 70 43 00 - 1 Göttingen 05 51 / 39 62 39 Hamburg 0 40 / 63 85 33 45 (46) Homburg / Saar 0 68 41 / 16 22 57 Kiel 04 31 / 5 97 42 68 Koblenz 02 61 / 49 96 48 Ludwigshafen 06 21 / 50 34 31 Mainz 0 61 31 / 23 24 66 München 0 89 / 41 40 22 11 Münster 02 51 / 83 62 45 Nürnberg 09 11 / 3 98 24 51 Papenburg 0 49 61 / 8 31
